Gerade Künstler behaupten gerne, dass Malen und Zeichnen ein Handwerk sei, das jeder erlernen könne. Was das Künstlerische ausmacht, sei die Kreativität dabei. Viele wünschen sich, sie könnten mit ein paar Strichen eine kleine Zeichnung oder Skizze zu Papier bringen, die nicht aussieht wie ein kläglicher Versuch. Nicht selten belegen Erwachsene im fortgeschrittenen Alter noch Volkshochschulkurse oder nehmen Zeichenunterricht. Dabei lernt man das am besten so früh wie möglich und führt schon Kinder frühzeitig in das Kunst-Hand-Werk ein.

Mit Fingerfarben und Wasser

Die allerersten Versuche etwas zu malen, machen Kleinkinder meist ohne Pinsel und Stifte. Sie malen mit ihren Fingern und Füßen und matschen mit der Farbe auch gerne mal auf Wänden und Böden herum. Deshalb sollte man die ersten Malstunden vielleicht im Sommer auf der Terrasse oder dem Balkon abhalten, mit möglichst wenig Kleidung an und viel Humor gewappnet. Fingerfarben gibt es im Handel, man kauft sie übrigens im Schulbedarf günstiger als wenn man sich in Läden für Künstlerbedarf umsieht. Denn auch in Kindergarten und in der Schule wird oft und viel mit Fingerfarben gemalt. Sie lässt sich leicht abwaschen und ist ungiftig, so dass die kleinen Picassos auch mal einen bunten Finger ablutschen können, ohne dass es gleich gesundheitsgefährdend wird. Auf großen Bögen Papier oder Pappe kann man auch kleine Hände und Füße in Farbe tauchen und so auch denen, deren Feinmotorik noch nicht so weit ist, ermöglichen, ihr ganz eigenes Kunstwerk zu kreieren. So wird spielerisch die darstellerische Ader gefördert und die Kinder werden auch von sich aus kreativ werden, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet.

Vorsicht bunt!

In Haus und Wohnung sollte man den Malbereich allerdings klar begrenzen. Kleine Kinder probieren die neu erlernte Fähigkeit gern aus und verstehen zumindest zunächst nicht, dass die Wände und der Fußboden vielleicht nicht ihre Leinwand sind. Am besten erklärt man frühzeitig, dass man seine Wand gerne weiß mag und macht klar, dass Mama und Papa Material zum Malen zur Verfügung stellen, wenn der Sprössling höflich fragt. Um irreparable Schäden zu vermeiden, sollte man wasserfeste Filzstifte und Marker, sowie Acryl- oder Ölfarben niemals Kindern zum Malen geben und auch alle Kugelschreiber gut verstauen. Besser eignen sich Wasserfarben und Buntstifte. Wachsmalkreiden sind zwar auch für Kindermalstunden bestens geeignet, sie lassen sich allerdings auch ganz besonders schwer von Möbeln, Wänden und Böden entfernen. Das in den Stiften enthaltene Wachs hinterlässt nämlich nachhaltige Fettflecke. Grundsätzlich gilt am Anfang sowieso: Farben und Stifte nur unter Aufsicht verwenden lassen.

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